Archiv der Kategorie: 2ADU_REISETAGEBUCH

On Tour

Zur Spedition brauchen wir heute nicht, da diese noch einiges zu erledigen hat. Der Jetlag nagt an uns. Nickend laufen wir neben uns her, da die Schlafattacken ständig angreifen.

Am nächsten Tag checken wir aus und lassen uns zur Firma Hartrodt fahren. Rachel, unsere Ansprechpartnerin begrüßt uns freundlich und schickt uns den deutschen Felix.

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Er entpuppt sich als Glücksgriff. Herzlichen Dank an die Spedition für die Hilfsbereitschaft und nette Betreuung. Für heute ist der Beamte zur Quarantäneprüfung bestellt. Es kann allerdings später Nachmittag werden. Die Sicherheitsvorkehrungen sind so streng, dass wir unser Gepäck nicht im Gebäude lassen dürfen. Wir wollen natürlich nicht, dass der ganze Flughafen gesperrt wird (kein Scherz) und zu sehen gibt es in dem Industriegebiet eh nichts. An Getränken fehlt es uns nicht und sie bitten sogar den Zoll uns heute zu bevorzugen. Kurz darauf bekommen wir schon die Meldung, dass unser Motorrad freigegeben ist. Kurt, Volker hat gut geputzt. Sonst hätten wir noch 3 Tage warten müssen.

160209-2ADU-047Wir liegen gut in der Zeit, werden zwischendurch mit einem Stück Eistorte verwöhnt und können die Fähre nach Tasmanien schaffen. Noch tanken, Geld holen und ab zum Hafen. Da stehen schon die ersten bepackten Biker. Ist das schön. Aber wieso kommt Volker mit leeren Händen vom Ticketschalter zurück? Die Fähre ist für die nächsten Tage ausgebucht. Wir kommen auf die Warteliste für morgen.

Ein ins Outback passender Mann spricht uns an. Er hatte an Weihnachten einen Unfall mit seiner alten Motoguzzi und hat sich das Handgelenk gebrochen. Sein Jack Russel fährt immer hinten mit. Er demonstriert uns die Motorrad-Brille.

160209-2ADU-055Schon wieder ins Hotel. Wir suchen über Tripadvisor ein gut bewertetes Hotel und landen dort, wo wir am wenigsten hinwollten: Melbourne-City.

160210-2ADU-004Heute haben wir mehr Glück. Zwei Plätze im Liegesessel sind reserviert. Um 16.30 Uhr öffnet das Gate. Der erste Beamte scannt uns mit den Augen. Kameras? NEIN! Pflanzen, Obst, Gemüse, Gas, Alkohol? Oh Alkohol. Wir deklarieren sofort unsere zwei Äpfel. Die müssen an Ort und Stelle vernichtet werden, egal wie. Auf der Fähre wird jeder Millimeter ausgenutzt. Wir gehen an Deck und starten pünktlich um 19.30 Uhr in den Sonnenuntergang.

160210-2ADU-021„Tassie“ ist großartig, leicht erreichbar und wunderschön. Die Insel ist so klein, dass man sie in wenigen Wochen bereisen kann, aber so vielseitig, dass man immer wiederkommt: herrliche Strände, zerklüftete Bergkämme, vereinzelt alpine Hochplateaus, zahllose Wildtiere und unberührte Wildnis, die zum Großteil Welterbe ist. Tasmanien steht für Wein und Lebensmittel von Spitzenqualität, eine florierende Kunstszene und coole Städte mit dynamischen Zukunftsaussichten.
Das verspricht zumindest der Reiseführer.

Wer „leicht“ schreibt, ist wohl noch nie mit der Fähre nach Tasmanien übergesetzt. 10 Stunden boxt sie sich durch die raue Tasmansee. Mir gefällt das. Volker ausnahmsweise auch. Die Pillen wirken.
Die Nacht vergeht schnell und schon sitzen wir wieder auf. Volker rutscht im Stehen von einer Zurröse am Boden ab, knickt schmerzhaft mit dem Fuß um und die Maschine kippt. Ich fasse die seitliche Gepäckrolle und sehe schon den Nachbarn liegen. Dieser kann uns zum Glück abstützen und aufrichten.

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Wir freuen uns wie immer riesig über Eure Kommentare.
Herzlichen Dank.

 
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Eine Tortur

Bärbel und Joker haben ihre Nacht verkürzt und uns spontan nach Karlsruhe an den Bahnhof gefahren (lieben Dank).

160206-2ADU-009Wir sitzen im ICE und alles läuft gut. Bis der Kontrolleur kommt. Mit unserem DIN A 4-Ticket kann er nichts anfangen. Kein Problem, wir haben den Voucher. Geht auch nicht, wir brauchen eines vom Automaten am Bahnhof. Wie denn, wir sitzen im Zug. Kein Problem, wir halten gleich ein paar Minuten in Mannheim, dort steht so ein Gerät. Schon rennt Volker los. Oje, die Zeit wird immer knapper. Werde ich ihn je wiedersehen, muss ich in Frankfurt alleine aussteigen? Kurz vor dem Schließen der Türen kommt er völlig außer Atem. Geschafft, jetzt kann nichts mehr passieren. Denken wir. Am Flughafen nehmen wir für die paar Meter keinen Wagen. Da wir falsch geschickt werden sind es Kilometer und heiß ist es noch dazu. Joker, jetzt haben wir die langen Arme, die Du bei uns vermeiden wolltest.

Beim Durchleuchten werden wir gefilzt bis in die letzte Körperritze. Wo fliegt Ihr denn hin? Wieso? So viel Elektronik… Im A 380 machen wir es uns bequem. Aus allen Richtungen bollert ein gelöster Husten und das Baby in der Nähe ist in Schreilaune. Die Laune dauert ewig und kommt immer wieder, trotz Freisichtschwebekörbchen. Wir haben Verspätung, da erst ein Koffer, dessen Besitzer nicht erschienen ist, wieder ausgeladen werden muss.

160206-2ADU-041Der Everest-Film wird im action-super-sound ausgestrahlt, was sich bei mir irgendwie auf ein Ohr konzentriert. Dafür kullern die Tränen in Stereo. Obwohl ich die Doku kenne und das Buch von Jon Krakauer gelesen haben, berührt mich diese Geschichte im Schneesturm immer wieder. Zum Glück landen wir bald auf dem trockensten und flachsten Kontinent.
Die Speisekarte sieht lecker aus, zum Nachtisch gibt es Eis! Eis? Für 853 Passagiere? Beim Kaffee kann man schon mal eine Reihe übersehen, auch wenn wir noch so krampfhaft mit den Tassen winken.

Sorgen über unsere Verspätung in Singapur machen wir uns keine. Bis die Durchsage kommt, dass das Gate 10 Minuten vor Abflug schließt. Das schaffen wir nicht. Wir rennen los. Unser Gate liegt am Ende des langen Flurs. Noch eine Minute. Irgendwann tauchen wild fuchtelnde Hände auf und winken uns zur Kontrolle. Atemlos versinken wir in unseren Sesseln. Der Pilot begrüßt uns. Wegen eines technischen Defektes verzögert sich der Start um eine Stunde.

Jetzt sind wir in Melbourne, immerhin! Am Gepäckband wird unser Name aufgerufen. Nimmt das denn gar kein Ende mehr? Unsere Packtaschen werden morgen nachgeliefert. Nicht schlimm. Dann schwitzen wir wenigstens die 500 Meter zum Hotel nicht (strahlender Sonnenschein 36°C). In Fotografier- und Filmlaune übersehen wir die Verbotsschilder im Flughafengelände und finden uns sogleich in einem separaten Raum wieder. Dieses Vergehen kosten 350 Dollar. Zum Glück habe ich Volker nur ganz kurz von hinten gefilmt und der Beamte hat Gnade mit uns, wenn wir dies löschen.

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Von unserem Motorrad fehlt noch jede Spur.

 
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Endlich…

…geht es los.

  • Unsere Köpfe qualmen vom Lesen der Reiseführer…
  • Wir haben uns alle Australien-DVD’s reingezogen...
  • Bildbände gewälzt…
  • Unzählige Reise-Foren im Internet durchforstet…
  • Sämtliche Tipp’s von unseren Freunden angehört…
  • Die Horrorgeschichten der Kollegen von sinkenden, auf Grund gelaufenen Containerfrachtschiffen, über uns  ergehen lassen…

…es kann jetzt losgehen…
…wir sind bestens informiert und präpariert 🙂 🙂 🙂

Unser Abenteuer „2 Across Down Under“ startet jetzt !!!

2ADU_Spruch_StartDas Glück beginnt wo man die Zeit vergisst !

>> Ab jetzt sind wir nur über unseren Blog oder email erreichbar <<
 
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Unser Motorrad ist auf dem Wasser unterwegs

Update 04.01.2016: Die Rio Grande Express lag einige Tage im Hafen von Genua obwohl sie längst Richtung Sueskanal unterwegs sein sollte. Plötzlich war sie wieder Richtung Barcelona unterwegs!?O Mann, das ist die falsche Richtung!!! Nach einigen Stunden der Ungewissheit kam dann Abends folgende Info von unserer Spedition: lt. Auskunft des Reeders wurde die „Rio Grande Express“ unplanmäßig umgeroutet. Der Sammelcontainer mit ihrer Ware ist nun auf dem Schiff „Pinehurst Kantor“ mit aktuellem ETA (Estimated time of arrival) 28.01.2016 in Melbourne verladen worden. Aha, also alles im grünen Bereich 🙂

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Mit der Rio Grande Express geht es von Hamburg nach Damietta (2.1.2016) durch den Sueskanal Richtung Fremantle (23.1.2016) und zum Ziel-Hafen in Melbourne (28.01.2016).

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